|
NEWS
VOM 04.08.2003
„Komm
Zigeuner, spiel mir das Lied!“
Ungarischer Abend in der KulturWirtschaft mit dem Budapester
Zigeunerorchester
Buchhofen. (kie) Ungarisches Flair und den Zauber der
Puszta konnten am Freitagabend in Ottmaring hautnah erlebt
werden. Das Budapester Zigeunerorchester gastierte zusammen
mit Gesangs- und Tanzsolisten im Innenhof der „KulturWirtschaft“
und begeisterte die zahlreichen Besucher mit ihrem
musikalischen Können und natürlichem Charme.
Da
gelang der Ottmaringer KulturWirtschaft-Crew wieder ein
besonderer Coup. Ein Sommerfest mit dem Budapester
Zigeunerorchester stand auf dem Programm. Und es war auch eine
Art Premiere, denn zum ersten Mal fand eine Veranstaltung
dieser Art im Innenhof der KulturWirtschaft statt. Um Glück
verzogen sich einige dunkle Regenwolken bereits am Nachmittag,
so dass dem Freiluftereignis am Abend nichts mehr im Wege
stand. Und so waren die zahlreich aufgestellten Tische und
Bänke auch schnell besetzt, denn dieses Spektakel wollte man
sich nicht entgehen lassen. Es wäre auch zu schade gewesen,
denn schon allein das Ambiente im Innenhof machte Lust auf
mehr. Die Holzbühne für die Musiker war mit leuchtenden
Sonnenblumen dekoriert, die ungarische Nationalflagge
flatterte im Wind und in der Mitte des Hofes brutzelte über
der eigens angerichteten Feuerstelle das ungarische
Nationalgericht.
Pünktlich um acht Uhr
betrat schließlich das Orchester die Bühne und stimmte im
Vorprogramm die Zuhörer auf den Abend ein. Mit traditionellen
Instrumenten wie Geige, Schnabelflöte und Zymbal zeigten die
Musiker bereits vorab ihr Können. Das Repertoire der sieben
Musiker umfasst die gesamte ungarische
Zigeuner-Unterhaltungsmusik und sie gastierten bereits in
mehreren Ländern Europas, nicht zuletzt in Israel und sogar
auf Mauritius. Damit der Funke gleich zu Beginn auf das
Publikum übersprang, blieben die Musiker aber nicht auf der
Bühne sondern wanderten von Tisch zu Tisch und spielten ein
persönliches Ständchen für die Besucher. Und so manche hübsche
Frau wurde sogleich mit einem musikalischen Flirt seitens der
Musiker bedacht.
Das Hauptprogramm wurde
eröffnet durch die „Tschardasch Variationen“ und den
„Ungarischen Tänzen“ von Brahms. Zu besonderen Applaus
forderten auch die beiden Gesangssolisten, Ferenc Kókai und
Olga Szilágyi bei den „Ungarischen Liedern“ und „Fern ist der
große Wald“ heraus. Der Sänger Kókai war schon mit elf Jahren
Mitglied des Kinderorchesters an der Budapester Oper und ist
seit langer Zeit als Solist beim Budapester „Honvéd Ensemble“
und seit fünf Jahren auch in der Mailänder Scala tätig. Olga
Szilágyi ist derzeit Solistin beim „Gárdonyi Theater“ in Eger.
Es folgte die Kapelle mit Reményis „Fliege meine Schwalbe“.
Beim so genannten „Flaschentanz“ traten Tanzsolisten des
„Talentum Ensembles Budapest“ auf. Und das Tanzpaar bewies,
dass sich die bayerische und die ungarischen Tanzweise nicht
unähnlich ist, denn so mancher Tanzschritt erinnerte an alte
bayerische Volkstänze und einige Besucher wähnten gar, das „Schuhplattl`n“
erkannt zu haben. Die Sängerin Olga Szilágyi erzählte
musikalisch die Geschichte der „Julischka aus Budapest“, bevor
ihr Kollege Kókai „Italienische Lieder“ launig zum Besten gab.
Das Programm endete vor der Pause mit der „II. Ungarischen
Rhapsodie“ von Liszt.
Besonders beeindruckend ist die Tatsache, dass das gesamte
Repertoire komplett ohne Noten gespielt wurde; ein typisches
Kennzeichen der Zigeunermusik, die in Ungarn eine spezielle
Unterhaltungs-Kunstgattung darstellt. Die charakteristischen
Merkmale des Musikspiels, das bis ins 15. Jahrhundert zurück
reicht, ist auch heute noch die individuelle Interpretation
und freie Improvisation sowie die mitreißende und schwungvolle
Rhythmik und Dynamik. Dies stellten die Musiker und Solisten
auch beim zweiten Teil des Konzertes heraus, welcher mit
Richard Strauss` „Tritsch-Tratsch-Polka“ eröffnet wurde. Es
folge Montis „Tschardasch“ und typische traditionelle
Zigeunerlieder- und Tänze. Getreu dem Motto des Abends erklang
aus den Solisten-Kehlen „Komm Zigeuner spiel mir das Lied“ und
„Höre ich Zigeuner geigen“. Des Weiteren wurde das Lied
„Lippen schweigen“ gesungen. Beeindruckend auch das
Zymbal-Solo bei der „Zirkuspolka“. Die Kapelle stand wieder im
Mittelpunkt bei Dinicus` „Die Lerche“ und bei Chatschaturjans``
„Säbeltanz“.
Den Abschluss bildeten der „Tschardasch-Tanz“ aus Kalocs und
Madocsa. Doch natürlich wurden die Musiker nicht ohne Zugabe
entlassen, so dass auch nach Abschluss des offiziellen
Programms noch fröhliche Klänge durch den Innenhof schallten.
Gerade die Ungezwungenheit und Heiterkeit der Musiker, Sänger
und Tänzer vermittelte den Besuchern die Besonderheit dieses
musikalischen Genres. Und nicht zuletzt sorgte das Team der
Kulturwirtschaft mit ungarischen Spezialitäten auf der
Speisekarte dafür, dass die Besucher den Abend genossen und
sich für einige Stunden Urlaubstimmung aus Ungarn nach
Niederbayern holen konnten.
von Christine Kiermaier
NEWS
VOM 23.02.2003
Flurneuordnung kann in
Angriff genommen werden
Vorstandschaft gewählt – Markus Berger und Ludwig Kiermaier
bekamen die meisten Stimmen
Buchhofen. (kie)
Nun kann die Flurneuordnung für Buchhofen tatkräftig in
Angriff genommen werden. Die Teilnehmergemeinschaft hat eine
Vorstandschaft gewählt, die nun versuchen muss, die
Flurneuordnung zusammen mit der Direktion für ländliche
Entwicklung in Landau bestmöglich zu regeln. Bei der Wahl
erhielten Markus Berger und Ludwig Kiermaier die meisten
Stimmen.
Werner
Maier, der von der Direktion für ländliche Entwicklung Landau
für die Flurneuordnung in Buchhofen zuständig ist, begrüßte
die betroffenen Grundstückseigentümer und Landwirte im
Gasthaus Kreipl. Ziel der Versammlung war es, eine
Vorstandschaft zu wählen, die insgesamt aus 16 Mitgliedern
besteht. Doch bevor man zur Wahl schritt, erläuterte Werner
Maier zunächst die Aufgaben der Teilnehmergemeinschaft. Dabei
handelt die Teilnehmergemeinschaft nach eigenem Ermessen als
Träger der in der Planung festgelegten Maßnahmen, wie
Herstellung von Wegen und Straßen, wasserwirtschaftliche
Maßnahmen und Landschaftspflegemaßnahmen. Bei den Arbeiten zur
Durchführung des Verfahrens ist die Teilnehmergemeinschaft
zuständig für die Abmarkung und Vermessung sowie für die
Verhandlungen mit Teilnehmern und Behörden. Bei der sich
anschließenden Ausführung müssen die Grenzabänderungen
abgesteckt werden und der Flurbereinigungsplan bekannt gegeben
werden. Der Vorstand wiederum hat die Aufgaben der
Teilnehmergemeinschaft auszuführen und ihm obliegt die
Geschäftsführung.
Nachdem
die Aufgaben erläutert wurden, ging es an die Wahl. Die
Wahlleitung übernahm Oberamtsrat Franz Weber. Insgesamt werden
je acht Vorstandsmitglieder und acht Stellvertreter gewählt.
Dabei übernimmt der Stellvertreter bei der Verhinderung eines
Vorstandsmitgliedes dessen Aufgabe und kann im Falle des
Ausscheidens eines Vorstandsmitgliedes nachrücken. Die Wahl
selbst konnte rasch über die Bühne gebracht werden. Die
Vorstandschaft setzt sich aus folgenden Personen zusammen:
Markus
Berger (Stellvertreter: Josef Friedberger), Ludwig Kiermaier
(Johann Eckl), Johann Apfelbeck (Peter Ameres), Johann Renner
(Johann Fröschl), Xaver Eckl (Max Kastenbauer), Johann
Englberger (Ronald Kirschner), Johann Thalhammer (Johann Böckl),
Nepomuk Bär (Albert Maidl).
Während
der Auszählung zeigte Werner Maier der Versammlung die
Umsetzung der Flurneuordnung in Haunpolding, Stadt Osterhofen.
Durch eine eindrucksvolle Power-Point-Präsentation konnten
sich die Anwesenden ein Bild der gelungenen Umsetzung machen,
verbunden mit der Hoffung, dass dies auch in Buchhofen klappen
möge.
von Christine
Kiermaier
|